Wie alles begann
Schon als kleiner Junge war ich von der Leinwand gefesselt. Als wir zum ersten Mal Kabelfernsehen und einen Videorekorder hatten, öffnete sich für mich die große Welt der Filme – und mit ihr eine neue Faszination. Besonders die Actionfilme der 80er und die Westernzeit haben mich nachhaltig geprägt. Noch heute durchfährt es mich wie ein Blitz wenn ein eigentlich guter Film durch sachlich falsche Bezeichnungen von Waffen oder schlechtes taktisches Vorgehen gecrashed wird. Waffen – Nerd eben…
Faszination für Waffen – real und inszeniert
Waffen begleiten mich seit meiner Jugend. Ob als Schütze im Verein, auf der Jagd oder durch mein Interesse an historischen und modernen Waffen: Die technische Seite hat mich ebenso fasziniert wie ihre symbolische und erzählerische Funktion im Film. Ich verfüge über die erforderlichen waffen- und sprengstoffrechtlichen Erlaubnisse und bin im sicheren Umgang mit Schusswaffen speziell ausgebildet.
Ziel dieses Blogs
Mit Bang & Cut möchte ich die Öffentlichkeit an dieser Leidenschaft teilhaben lassen. Der Blog ist ein rein privates Projekt und steht in keinem Zusammenhang mit meinem beruflichen Leben. Mein Ziel ist es, die Welt der Filmwaffen zu beleuchten – sachlich, kritisch und kulturhistorisch. Es geht um die Frage, wie Waffen im Film inszeniert werden, was realistisch ist, was bewusst überhöht wurde und wo sich Technik und Mythos vermischen.
Was kommt als Nächstes?
Derzeit befasse ich mich intensiv mit schussunfähigen Nachbildungen, mit der Verwendung von Platzpatronen und mit der Arbeit des Waffenmeisters am Filmset.
Während meiner Recherchen zu Filmen und deren Waffen habe ich mich in die Firma Uberti verliebt. Das Schaffenswerk von Aldo Uberti ist für mich ein absolut faszinierender Meilenstein in der europäischen Waffengeschichte.
Dieser kleine Handwerksbetrieb wuchs aufgrund seiner Verarbeitungsqualität und den zusätzlich von Uberti erfundenen Sicherungen zu einem Millionen Unternehmen an,das weltweit Western Schützen und Enthusiasten begeistert. Und ohne sie wären Filme wie die Dollar Triologie oder „Der wird mit dem Wolf tanzt“ gar nicht realisierbar gewesen.
Ich bin im Besitz einer roten Waffenbesitzkarte für Sammler mit dem Thema: “ Kurz- und Langwaffen von Aldo Uberti, die von den Unternehmen Gregorelli & Uberti 1959 bis 1962 sowie A. Uberti& C. 1962 bis 1998 hergestellt worden sind“. Das „Uberti Archive by bang&cut“ ist bereits im Aufbau. Schaut gerne vorbei.
Diese Waffen sind nicht nur technische Klassiker und feste Größen im Westernkino, sondern zugleich mittlerweile Raritäten auf dem Waffenmarkt und von kulturhistorischer Bedeutung.
Bang & Cut ist Teil dieser Reise – eine Verbindung von Filmkultur, Technik und persönlicher Leidenschaft.
Rechtlicher Hinweis:
Die Inhalte auf Bang & Cut dienen ausschließlich der Information und dokumentieren mein privates Interesse an Filmwaffen und deren kulturhistorischer Bedeutung. Ich bin kein Jurist und erteile keine rechtliche Beratung. Insbesondere gebe ich keine Empfehlungen zu waffenrechtlichen Fragen oder zum Umgang mit Waffen. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, sich an geltendes Recht zu halten und sich bei rechtlichen Fragen an die zuständigen Behörden oder einen Fachanwalt zu wenden.
Ein paar persönliche Worte zur Sprache und Geschichte
Die Beschäftigung mit historischen Waffen und amerikanischer Geschichte führt unweigerlich in Themenbereiche, die komplex, tragisch und oft schmerzhaft sind – Kolonialismus, die Auslöschung indigener Kulturen, die Versklavung von Menschen, der Bürgerkrieg und die gewaltsame Expansion des Westens.
Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen:
Ich habe größte Hochachtung vor den indigenen Völkern Nordamerikas. Ihre Geschichte, Kultur und spirituellen Traditionen faszinieren mich seit vielen Jahren. Ich lese regelmäßig über ihre Lebensweisen, ihre politischen Kämpfe und ihr historisches Erbe. Im 1. Quartal 2026 studierte ich in einem Fernkurs an der Universität von Alberta zum Thema „Indigenous Canada“ und absolvierte hier erfolgreich meine Prüfung. Auch dieses Studium zeigte mir wieder wie viel es noch zu lernen gibt, und dass nur der gemeinsame Weg zur Aufarbeitung des Kolonialismus beschritten werden kann.

In manchen Artikeln verwende ich zur besseren Lesbarkeit den Begriff „Indianer“, wie er in vielen historischen Quellen vorkommt. Dieser Begriff ist nicht abwertend gemeint, sondern historisch kontextualisiert. Wo immer möglich, verwende ich präzisere Bezeichnungen (z. B. „Nehiyaw’iskwew für Cree oder Kanyen’kehà:ka für Mohawk etc.). Dabei ist mir bewusst, dass viele der gebäruchlichen Stammesbezeichnungen Fremdbezeichnungen europäischer oder gegnerischer Herkunft sind:
So stammt etwa der Begriff Comanche von Numunuu Komat aus der Sprache benachbarter Stämme und bedeutet sinngemäß „Feind“ – eine Selbstbezeichnung ist es nicht. Viele indigene Völker bezeichnen sich selbst schlicht als „Menschen“ oder „das Volk“ – ein Ausdruck ihrer Identität und Autonomie, die ich respektiere.
Ich bemühe mich um einen unverklärten Blick auf die Geschichte – dazu gehört auch, dass Gewalttaten und Formen der Unterdrückung nicht einseitig dargestellt werden: Mord, Versklavung oder Unterdrückung gab es auch vor der Ankunft europäischer Siedler. Dennoch liegt der Schwerpunkt meiner Kritik klar auf dem kolonialen Machtmissbrauch und den Verbrechen an indigenen Menschen.
Auch das Thema Sklaverei ist untrennbar mit der amerikanischen Geschichte verbunden – von den Plantagen bis zur Sezession. Ich distanziere mich ausdrücklich von jeglicher rassistischer oder verharmlosender Darstellung. Zitate aus historischen Quellen oder Kommentaren spiegeln nicht meine persönliche Haltung wider.
